1. Damen: Mit einem Sieg in die Rückrunde

0 Erstellt von am Do, 07 Januar 2016, 15:04

Da mit Ilka Erdmann, Anja Ender und Claudia Wagner gleich drei der vier etatmäßigen Mittelblocker nicht oder nur bedingt zur Verfügung standen, war von Beginn an das Improvisationstalent von Trainer Christoph Schreiber und seinen Spielerinnen gefordert. Zusätzlich konnte auch Mandy Schröder den Weg nach Weimar nicht mit antreten. Doch erstmalig in der Geschichte des VV 70 standen gleich drei Liberos zu Verfügung. Anne Wilhelm und Anika Heymel teilten sich diese Position, während Neuseeland-Rückkehrerin Lilly Schmidt als Wechselspielerin bereit stand. Bereits im ersten Satz war frühzeitig zu erkennen, welche Mannschaft das Heft des Handelns in der Hand haben würde. Zwar war den Schreiberlingen deutlich anzumerken, dass die Umstellung zu mehr Kommunikationsbedarf und mancherlei Abstimmungsproblemen führte, doch daraus konnte der HSV an diesem Abend keinen Profit schlagen, zu souverän agierten vor allem die Außenangreiferinnen Claudia Holland-Moritz, Theresa Klessen-Schreiber und Juliane Schmidt. Zum Ende hin kämpfte sich Weimar durch einfache Fehler und Ungenauigkeiten auf Seiten der Gäste wieder heran, doch diese brachten ihren Punktevorsprung sicher ins Ziel (25:20). Der Beginn des zweiten Satzes ließ Böses erahnen. Es schien, als spiele nur eine Mannschaft, während der VV 70 lediglich auf die Fehler des Tabellensiebten warten würde. Jede Spielerin gönnte sich ihre Aussetzer, ehe Christoph Schreiber in der Auszeit (2:5) wieder mehr Ernsthaftigkeit und Konzentration einforderte. Von da an lief es quasi wie das Brezelbacken. Erst schritt Uli Mäder zum Aufschlag und direkt danach folgte Claudia Holland-Moritz. Den Rest besorgten jeweils die Block- bzw. Angriffsspieler am Netz. Die meisten Punkte ab diesem Satz steuerte wohl aber die Kombination Mäder/Ilgen bei. Während Uli Mäder all ihre Mitspielerinnen mit präzisen Pässen versorgte, hatte sie an diesem Abend besonders Erfolg Susan Ilgen mit schnellen Bällen über die Mitte zu füttern. Diese dankte es ihr und versenkte diese wahlweise links und rechts am Block vorbei. Den letzten Punkt zur 2:0-Satzführung besorgte dann Theresa Klessen-Schreiber mit einem sauberen Linienschlag (25:13). Die Geschichte des dritten Satzes ist schnell erzählt. Nach zehn Aufschlägen von Anna Störmer stand es 12:2 und der Willen der HSV-Damen schien endgültig gebrochen. Susan Ilgen versenkte ihre Bälle weiterhin erfolgreich und sowohl Kathleen Ullrich als auch Lilly Schmidt kamen zu Kurzeinsätzen. Die Meiningerinnen zeigten bis zum Ende eine mannschaftlich geschlossene und bis auf den Ausrutscher zu Beginn des zweiten Satzes konzentrierte Leistung (25:10). Diese gibt natürlich Selbstvertrauen für das anstehende Thüringenderby am 16.01.16 um 14 Uhr in Erfurt.
Es spielten: Ulrike Mäder, Susan Ilgen, Theresa Klessen-Schreiber, Claudia Holland-Moritz, Juliane Schmidt, Anne Wilhelm, Anika Heymel, Lilly Schmidt, Kathleen Ullrich, Anna Störmer und Claudia Wagner.

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