1. Damen: Meiningerinnen zu Hause weiter unbesiegt

0 Erstellt von am Mi, 09 Dezember 2015, 23:05

Die Heimaufgabe gegen die Talente vom VCO Dresden lösten die Damen des VV 70 Meiningen in der Volleyball-Regionalliga trotz des typischen Hängers erfolgreich. Am Ende stand ein 3:1-Erfolg.

Meiningen – Nach einem freien Wochenende begann mit dieser Begegnung für die Werranixen die “sächsische Vorweihnachtszeit”. Am Ende der Partie stand ein verdienter 3:1-Sieg (26:24; 18:25; 27:25; 25:12) zu Buche.

Dass es ein enges Spiel werden würde, war bereits im ersten Satz erkennbar. Den meisten Meininger Spielerinnen gelang es nicht, den so wichtigen Druck im Aufschlag zu erzeugen. Erst Jule Schmidt ließ mit ihrer ersten Serie aufhorchen und verschaffte der Heimmannschaft ein Punktepolster. Ein langsames Abtasten beider Mannschaften ging allmählich zu einem guten Spiel mit knallharten Angriffen, klug platzierten Bällen und vor allem vielen Emotionen über. Jeder verwandelte Ball über die Mitte von Anja Ender und Claudia Wagner sowie die starken Angriffe von Jule Schmidt und Claudia Holland-Moritz wurden gemeinsam bejubelt. Zwar griffen auch die Dresdnerinnen stark an, doch konnte der eine oder andere Ball bereits mit dem Block abgewehrt werden. Trotzdem wurde es zum Satzfinale noch einmal spannend. Der erste Satzball konnte noch nicht verwandelt werden. Erst beim Stand von 26:24 setzten sich die Schreiberlinge erfolgreich durch.

Mit dem gleichen Elan wollten sie auch in den zweiten Abschnitt starten, doch es schien Sand im Getriebe zu sein. Während die Gäste jeweils mindestens zwei Punkte bei eigenem Aufschlag machten, erzeugte der VV70 in dieser Phase des Spiels keinen Druck. Zu viele leichte Fehler ermöglichten es den Dresdnerinnen, ihr Spiel mit klugen Angriffen zu gestalten und sich den verdienten Satzausgleich zu sichern.

Satz drei sollte wieder einmal zur Präsentation der eigenen mentalen Stärke genutzt werden, frei nach dem Motto “Wir müssen den Zuschauern auch ein bisschen Spannung bieten.” Sowohl die Gäste als auch die Heimmannschaft hatten sich auf das Angriffsspiel des Gegners eingestellt, sodass längere Ballwechsel oder sehenswerte Blocks vorprogrammiert waren. Keine der beiden Mannschaften konnte sich wirklich absetzen. Beide hatten gute Aufschläger in ihren Reihen, die die Serien der anderen jeweils egalisierten. Doch am Ende war es wohl der stärkere Willen oder die größere Erfahrung, die den VV 70 beim 27:25 jubeln ließ. Somit erhielt sich der Favorit die Chance auf einen 3-Punkte-Erfolg.

Eine Schippe draufgelegt

Doch dafür mussten im vierten Satz alle noch einmal eine Schippe draufpacken. Dies nahm vor allem Jule Schmidt im Aufschlag und im Angriff wörtlich. Nachdem sie am Netz reihenweise ihre Bälle versenkte oder aber im Block erfolgreich war, ließ sie eine starke Aufschlagserie mit vielen direkten Punkten folgen und avancierte damit zur Matchwinnerin. Diesen Titel konnte ihr nur noch Claudia Holland-Moritz streitig machen, die – wie auch schon in den Sätzen zuvor – mit ihren Angriffen Löcher in den Hallenboden drosch. Doch trotz des deutlichen Spielstandes (10:4; 17:5) war immer Wachsamkeit geboten. Während die Sächsinnen über harte Angriffe versuchten zurück ins Spiel zu finden, lief die Abwehr des VV 70 gerade warm und konnte viele dieser Bälle entschärfen. Der Satzgewinn zum 25:12 war nur noch reine Formsache und in dieser Höhe auch vollkommen verdient. Gemeinsam bejubelten alle 12 Spielerinnen mit den Fans den mittlerweile fünften Heimsieg. Vor allem den immer aufmerksamen Mittelblockerinnen ist es zu verdanken, dass sich die Außenangreifer so gut in Szene setzen konnten. Beide haben im Angriff fast jeden Ball erfolgreich in Punkte umgemünzt und im Block kräftig zugelangt. Wenn diese Konstanz auch in den letzten beiden Spielen der Hinrunde gelingt, dann könnte der derzeitige dritte Tabellenplatz vielleicht sogar verteidigt werden. Am kommenden Samstag ist der VV70 zu Gast beim Tabellenvierten in Leipzig. Eine Woche später, am dritten Advent, gastiert der starke Aufsteiger Dresdner SSV II in der Multihalle. Anpfiff gegen die derzeit Zweitplatzierten wird wieder um 14 Uhr sein. astö

VV 70: Ulrike Mäder, Claudia Wagner, Anja Ender, Claudia Holland-Moritz, Jule Schmidt, Theresa Klessen-Schreiber, Anne Wilhelm, Susan Ilgen, Mandy Schröder, Jenny Seelig, Anika Heymel, Anna Störmer

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