"Sieg trotz Krankentransport"
Nach der knappen Niederlage des VV 70 beim letzten Heimspiel mussten nun die Meiningerinnen im Auswärtsspiel gegen den SSV Fortschritt Lichtenstein unbedingt gewinnen, wollten sie ihren hervorragenden 3. Platz in der Tabelle behaupten.
Aber wie immer beim VV 70 lag einmal mehr die „Spielerdecke“ im Argen. Obwohl die Meininger mit sage und schreibe acht Frauen auf die Reise gingen, war gerade knapp die Hälfte von ihnen gesund. Einen weiteren Schrecken mussten die Werrastädterinnen verdauen, als sie merkten, dass die Spielhalle in Lichtenstein nicht besetzt war. Nach einer kleinen Odyssee durch die Stadt und dank Hilfe eines Lichtensteiner Volleyballfans kamen die VV 70 Mädels jedoch noch pünktlich in die richtige Halle. Anpfiff war um 15 Uhr und trotz des „Krankentransports“ und der kleinen Irrfahrt fanden die Mädels um Kapitän Ender im ersten Satz schnell zu ihrem Spiel und gewannen diesen recht klar mit 25:12.
Vielleicht gewannen sie zu klar. Denn plötzlich hatten die Meiningerinnen große Schwierigkeiten, ihr Anfangsniveau zu halten. Die Gastgeberinnen ihrerseits kamen Punkt um Punkt besser ins Spiel und Meiningen hatte viel Mühe, diesen zweiten Satz noch zu gewinnen (26:24).
Was sich im zweiten Durchgang angedeutet hatte, sollte nun im dritten Satz zur Gewissheit werden. Meiningen brach gänzlich ein und der SSV Fortschritt Lichtenstein konnte mit dem 25:22 auf 1:2 verkürzen. Im vierten Satz sahen sich beide Kontrahenten lange Zeit auf gleicher Ebene in die Augen. Erst nach einer erneuten Energieleistung und Steigerung der Spielstärke konnte Meiningen den Sack mit dem notwendigen 25:19 zu machen.
Mit diesem Sieg, bei dem sich Libera Ulrike Mäder mehrfach auszeichnen konnte, hat sich der VV 70 weiterhin für eine Woche den dritten Platz in der Tabelle gesichert. Aber bereits am kommenden Samstag hat der Vorzeigeklub eine ungleich schwerere „Doppelaufgabe“ zu überstehen. Als Gastgeber in der Multihalle dürfen sie gleich zwei Mannschaften an diesem Spieltag begrüßen. Mit dem VC Olympia Dresden II und dem Dresdner SC 1898 II reisen gleich zwei Teams aus der Elbmetropole an die Werra.
VV 70: Ender , Mäder, Wagner, Schmidt, Erdmann, Will, Klessen, Holland-Moritz
geschrieben von Stefan Müller






