Vorweihnachtlicher Glanz

0 Erstellt von am Mo, 05 Dezember 2016, 23:10

Frohe Kunde im Advent gibt es für die zahlreiche Volleyballgemeinde der Region aus Jena, Erfurt und Eisenach – Meiningen:
„Ein 3:1 ist jetzt für uns das neue 3:0“, kommentierten die Frauen der Ersten des VV 70 bereits vor Wochenfrist ihren Sieg gegen Zschopau. Gleiches gilt für ihren erfolgreichen Regionalliga-Auftritt am Samstag in Jena. Schön daran ist, dass der Vereinsvorsitzende Günter Fleischmann und Manager Tim Toyza einen Handy-Livetickerfür die Daheimgebliebenen installiert haben. Mitfiebern ist also angesagt, wenn es, wie beim 18:18 im ersten Satz, in der Saalestadt eng wird. Da kommen dann solche Einwürfe wie „Ich habe meine Herztropfen nicht da!“ oder „Na, geht doch!“, wenn beim 25:21 alles in Sack und Tüten ist.

Bald in einer Liga?
Durchgang zwei war ebenfalls sehr umkämpft und die Smilies des Tickers zeigen die schwankende Gefühlswelt der Fans. Letztlich hatten hier die Gastgeberinnen mit 25:22 die Nase vorn („Katastrophe die letzten Punkte!“). Die Werra-Nixen gaben sich allerdings noch lange nicht geschlagen und gaben dem USV Jena in Runde drei beim 25:18 genügend unlösbare Aufgaben auf. Da vergaß der Ticker-Mann schon mal das Tippen und prompt folgte: „Bitte zum Satzende mehr Punktestände! Ist langweilig auf der Autobahn!“

Der vierte Satz verlief erneut sehr eng mit wechselnden Führungen. „Warum macht ihr es immer so spannend?“, wurde angefragt. Nach dem 17:19 drehten die Südthüringerinnen den Spieß dann endgültig um. Beate Brabetz und Ilka Erdmann sorgten mit ihrem Blockfür den Matchball zum 25:22. Danach folgten zumeist nur Glückwünsche. Lediglich eine etwas ketzerische Zuschrift lautete: „Ein 3:0 scheint gegenwärtig nur unsre zweite Mannschaftdrauf zu haben!“. Dieser Einwurf ist gerechtfertigt, denn bereits am Nachmittag hatte die Zweite von Trainer Mario Röhrig durch zwei 3:0-Erfolge in Erfurt gegen die gastgebenden Volley Juniors II und Werratal Bad Salzungen die Tabellenführung in der Bezirksliga Süd-West verteidigt. Eine tolle Leistung für den Aufsteiger! „Wenn ihr so weiter macht, spielen wir mit unserem Supertrainer bald gegeneinanderin einer Liga“, wurde da gescherzt.

Die Erste aus Deutschlands aktivster Stadt nistet sich weiter auf Rang drei der Regionalliga Ost ein. Grandios! Allerdings gilt es, diesen Platz vor der Weihnachtspause am 10. Dezember beim TSV Leipzig gegen den direkten Kontrahenten zu verteidigen. Die Zweite dagegen ist bereits Halbzeitmeister.

Text: Rüdiger Paura
Mit freundlicher Unterstützung vom Meininger Tageblatt

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