1. Damen: Verdiente drei Punkte

0 Erstellt von am Fr, 28 Oktober 2016, 14:19

Borna – Die Vorzeichen standen auch in diesem Jahr eher ungünstig, als sich der VV70-Tross auf den Weg nach Sachsen machte. Mit Jule Schmidt stand dem Trainergespann Schreiber/Guba nur eine etatmäßige Außenangreiferin zur Verfügung. Doch am Ende behielten die Werranixen trotzdem die Oberhand und siegten verdient mit 3:1 (25:18; 25:13; 22:25; 27:25). Anna Störmer übernahm die andere Außenangriffsposition, sodass neben den beiden Libera Anne Wilhelm und Lilly Schmidt nur noch Susan Ilgen als Wechseloption gezogen werden konnte. Der erste Satz begann recht verhalten und beide Mannschaften tasteten sich bis zum 4:4 noch ab. Dann kam das Spiel der Südthüringerinnen so langsam ins Rollen. Durch eine im gesamten Spiel starke Feldverteidigung konnten viele Bälle gerettet und erneut angegriffen und oft auch in Punkte verwandelt werden. Mal waren es die beiden Mittelblocker Anja Ender und Ilka Erdmann, dann wieder Beate Brabetz über die Diagonalposition oder Jule Schmidt und Anna Störmer „über die 4“. Da den Sächsinnen bei eigenem Aufschlag meist kein weiterer Punkt gelang und die Gastmannschaft ihrerseits platziert aufschlug und mit mehr Geduld die langen Ballwechsel für sich entschied, wurde ein kleiner Vorsprung von drei Punkten am Ende des Satzes durch eine auch von der Grundlinie aus gut aufgelegte Ilka Erdmann zum 25:18 Satzgewinn genutzt.

In Satz 2 wurde Borna förmlich überrollt. Nach einer ersten Aufschlagserie wieder von Ilka Erdmann und bereits zwei genommenen Auszeiten von Borna konnten diese zwar noch einmal zum 10:10 ausgleichen, doch danach halfen auch die fünf Spielerwechsel nicht mehr. Bei Meiningen klappte einfach alles. Neben einer starken Feldabwehr gesellte sich nun auch der Erfolg im Block dazu und Uli Mäder verteilte die Bälle weiter nach Belieben, sodass die Angreifer es ihr mit Punkten dankten. Jule Schmidt schritt zum Aufschlag und verließ die Linie erst nach 9 Punkten wieder. Der Satz endete mit weiteren krachenden Angriffsschlägen mit 25:13.

Nun brauchten die Schreiberlinge also nur noch einen Satz, um sich die nächsten drei Punkte aus Sachsen mitzunehmen. Dass dies nach einer 2:0-Satzführung meist nicht ganz so einfach läuft, wie der Volleyballfan oder die Daheimgebliebenen das gerne hätten, stellten die VV70-Damen wieder unter Beweis. Zwar verlief der gesamte Spielabschnitt auf Augenhöhe und jede Mannschaft hatte seine Spielerinnen, die krachend oder gewitzt im Angriff punkteten, starke Blocks markierten oder taktisch kluge Aufschläge servierten, doch bis zum 13:13 war noch keine Vorentscheidung gefallen. Dann erst begann der Annahmeriegel auf Meininger Seite arg zu wackeln. Den Angreifern gelang es zu diesem Zeitpunkt auch kaum noch, Druck auf den Ball zu bekommen, sodass Borna zum 13:20 davonzog. Zwar konnte der allzeit bekannte Kampfgeist noch einmal entfacht werden und es wurde kaum ein Ball verloren gegeben, doch am Ende waren es einige Ungenauigkeiten zu viel. Der dritte Satz ging verdient mit 22:25 an die Heimmannschaft. Dies sollten nun aber genug „Geschenke“ sein. Drei Punkte waren das erklärte Ziel, einen Tie-Break wollten die Damen um Kapitän Anja Ender unbedingt vermeiden. Diese Einstellung sah man ihnen auch zu Beginn des vierten Satzes deutlich an. Zwar passierten erneut einfache individuelle Fehler, doch der Rückstand geriet nicht zu groß. Bea Brabetz besorgte durch einen starken Angriff zum 13:13 für den Ausgleich und Anja Ender sicherte von der Grundlinie die erste Führung (13:16). Danach folgte wieder Bea Brabetz und legte ihrerseits den Grundstein für eine kleine Serie zur 16:20-Führung. Die Nerven der Zuschauer wurden aufgrund der langen Ballwechsel mehrfach arg strapaziert, doch einen Ball aufgeben wollte keine Mannschaft. So pirschte sich auch Borna im Endspurt noch einmal heran und konnte trotz guter Blockarbeit und klugen Angriffen der Meininger Mittelblocker mehrfach ausgleichen. Auf den 23:23-Ausgleich folgte Matchball Meiningen. Abgewehrt. Auf den 24:24-Ausgleich folgte Satzball Borna. Abgewehrt. Blockpunkt Meiningen. 25:26. Und damit erneut Matchball. Jule Schmidts Aufschlag kann nur zum Hinterfeldangriff verwertet werden und dieser landet im Aus. 27:25 und damit 3:1 für Meiningen. Somit war man dem Tie-Break knapp aber durchaus verdient entronnen und darf weitere drei Punkte verbuchen.

Lobend erwähnte der Trainer die gesteigerte Abwehrbereitschaft in allen Teilen der Mannschaft. Wenn weiterhin so im Training und Wettkampf gearbeitet wird, wird es immer wieder möglich sein, Ausfälle zu kompensieren und die nächsten drei Punkte einzufahren. Gelegenheit dazu gibt es am Samstag um 15 Uhr bei der zweiten Mannschaft des SWE Volleyteam in der Landeshauptstadt. Vor allem Beate Brabetz dürfte sich auf das Thüringenderby freuen.

Es spielten: Anja Ender, Ilka Erdmann, Susan Ilgen, Uli Mäder Anne Wilhelm, Lilly Schmidt, Jule Schmidt, Beate Brabetz, Anna Störmer

Verfasst von

Kommentare nur für Mitglieder sichtbar.