1. Damen: Zwei Gesichter gezeigt

0 Erstellt von am Mi, 28 September 2016, 11:19

Meiningen – Das erste Heimspiel der noch jungen Saison wird wohl in die Annalen des Vereins eingehen. Zwei Sätze lang zeigten sich die Damen von Trainer Christoph Schreiber von ihrer besten Seite, um dann vollkommen unerwartet einzubrechen und den sicheren 3:0-Sieg aus der Hand zu geben. Am Ende stand wenigstens ein Tie-Break-Erfolg zu Buche (25:20; 25:9; 22:25; 21:25; 15:10).

Wie schon in der Vorwoche standen dem Trainergespann Christoph Schreiber und Torsten Guba zehn Damen zur Verfügung. Das Spiel wogte zu Beginn hin und her. Keine Mannschaft konnte sich bis zur Satzmitte wirklich absetzen. Erst als Anja Ender beim Stand von 19:19 an den Aufschlag kam, setzten sich die Schreiberlinge entscheidend ab und nutzten den zweiten Satzball zum 25:20. Die Geschichte des zweiten Abschnitts ist schnell erzählt. Die Aufschlagserien von Anna Störmer und Jule Stübig waren der Grundstein für den klaren 25:9-Erfolg. In dieser Phase klappte einfach alles. Warum dieser Schwung nicht mit in den dritten Satz genommen werden konnte, wird wie immer ein Rätsel bleiben. Wie ausgewechselt präsentierten sich die VV70-Damen und agierten wie das Kaninchen vor der Schlange. Bis auf Jule Stübig erzielte niemand mehr Wirkung mit dem Aufschlag, die eigene Annahme begann zu wackeln, sodass auch die Angreifer nicht mehr so erfolgreich agierten wie noch in den beiden Sätzen zuvor. Auch das Zusammenspiel zwischen Block und Feldabwehr ließ in dieser Phase eher zu wünschen übrig. Zwar war der Wille immer zu erkennen, doch es wirkte, als wären die Gastgeberinnen immer einen Schritt zu spät am Ball (22:25). Dieser Satzverlust sollte wachrütteln und den VV70 auf die Siegerstraße abbiegen lassen. Aber eine Aufschlagserie von Weimarer Seite ließ diese Hoffnung im Keime ersticken. Von Beginn an rannte Meiningen einem Rückstand hinterher, der beim 16:18 fast egalisiert werden konnte. Doch näher kamen die Damen um Kapitänin Ender nicht heran. Da halfen auch keine spektakulären Abwehr- und Blockaktionen, es blieb alles Stückwerk in dieser Phase (21:25).
Nichtsdestotrotz wollten sich die Mädels an diesem Abend wenigstens mit zwei Punkten belohnen. Vor allem Susan Ilgen zeigte ihren Siegeswillen und verließ die Grundlinie erst nach sieben erfolgreichen Aufschlägen. Diesen Vorsprung (3:9) gaben die Meiningerinnen nicht mehr aus der Hand und am Ende blockte Uli Mäder erfolgreich zum 15:10. Der Rest war nur noch erleichterter Jubel, immer getragen von der Hoffnung, beim nächsten Mal den Sack schon nach drei Sätzen zu zubinden.

Am kommenden Samstag führt der Weg zum Regionalliga-Rückkehrer VC Gotha, bevor es in die „Herbstpause“ geht und die VV70-Damen am 23. Oktober in Borna ran müssen. Das nächste Heimspiel findet erst am 12. November gegen die L.E. Volleys statt.

Mit freundlicher Unterstützung vom Meininger Tageblatt

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