1. Damen: Wieder kein Tie-Break

0 Erstellt von am Mi, 13 April 2016, 16:44

3:1 waren die Damen des VV 70 dem Dresdner SSV II am vergangenen Samstag im letzten Spiel der Saison unterlegen. Damit untermauerten die Gastgeberinnen ihre starke Aufstiegssaison und sicherten sich den zweiten Tabellenplatz vor den Damen der LE Volleys. Und diese Tatsache zeigt auch, welch starke Saison die Damen von Coach Christoph Schreiber gespielt haben. Trotz des frühen Ausfalls von Leistungsträgerin Ilka Erdmann schwang sich die Mannschaft zu insgesamt 12 Siegen auf. Einer davon gelang eben gegen den Vizemeister.

An diese Leistung hätte man am Saisonende gerne noch einmal angeknüpft. Erneut ersatzgeschwächt standen, durch Anne Wittig ergänzt ,die fast gleichen Damen auf dem Parkett wie schon in der Vorwoche. Anne Wilhelm übernahm wieder die Liberoposition von Anika Heymel und Claudia Wagner unterstützte ebenso wie Ilka Erdmann von der Bank aus. Das Spiel begann zunächst auf Augenhöhe. Während die Dresdnerinnen unter Zugzwang standen und das Spiel gewinnen mussten, um den zweiten Tabellenplatz verteidigen zu können, konnten die Schreiberlinge frei aufspielen. Dies sah man beiden Mannschaften deutlich an. Nachdem der anfängliche Rückstand (6:9) mit Hilfe einer rechtzeitig genommenen Auszeit egalisiert (10:10) und in einen Vorsprung (19:15) verwandelt werden konnte, brachten die Werranixen diesen ersten Satz mit 25:19 strahlend nach Hause. Auch zu Beginn des zweiten Satzes konnte sich keine Mannschaft richtig absetzen. Die Dresdnerinnen schienen ihre Handbremse zwar allmählich zu lösen und sich vom Druck gewinnen zu müssen, zu befreien, doch erst beim Stand von 12:16 schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Dennoch der Vorsprung war bereits zu groß. Die Dresdnerinnen glichen verdient nach Sätzen aus (20:25). Im dritten Satz folgte der übliche Fehlstart (0:4). Und genau diesem Punkte“polster“ aus Dresdner Sicht rannten die Südthüringerinnen nun bis zum Ende hinterher. Zwar kam man immer wieder auf bis zu einem Zähler heran, der Ausgleich wollte aber nicht gelingen. Auf die beiden Mittelblocker Anja Ender und Susan Ilgen war spätestens ab diesem Satz wieder Verlass. Viele Bälle verwandelten diese direkt. Uli Mäder verteilte die Bälle, wie auch schon in der Vorwoche, sehr variabel und effektiv. Claudia Holland-Moritz dankte es ihr über die Außenposition mit krachenden Angriffsschlägen. Jule Schmidt hatte es hingegen schwerer, stand ihr doch ein sehr hoher Block gegenüber. Doch auch ihre Bälle fanden aufgrund ihres Spielwitzes immer wieder den Weg ins gegnerische Feld. Am Ende fehlten eben jene vier Punkte und die Sächsinnen verwandelten ihren Satzball durch einen Blockpunkt zum 21:25. Insgesamt mussten alle Meininger Angreiferinnen tief in die Trickkiste greifen, um eben jene Mauer zu überwinden. Größenmäßig war man den Gastgeberinnen auf jeder Position unterlegen. Lobenswert, dass es trotzdem gelang, viele Punkte durch den eigenen Angriff zu erzielen. Um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren, musste nun noch ein Satzgewinn her. Das Spiel war weitehrhin von vielen sehenswerten Angriffen und Rettungstaten in der Feldabwehr (Anne Wilhelm) geprägt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Keinem Team gelang es, sich einen komfortablen Punktevorsprung herauszuarbeiten. Man belauerte sich regelrecht. Claudia Holland-Moritz lief noch einmal zur Höchstform auf und verwandelte ihre Angriffe ohne Kompromisse. Block und Feldabwehr hatten kaum eine Chance. Auf einmal stand es 24:21 für Meiningen. Die Chance auf einen Tie-Break schien zum Greifen nahe. Den Weg dahin hatte vor allem das kongeniale Duo Mäder/Ender geebnet. Ein Punkt trennte die Werranixen vom hochverdienten fünften Satz. Doch dieser wollte nicht gelingen. Der vierte Satz ging in die Verlängerung. Dresden glich zum 25:25 aus, doch Meiningen legte wieder vor. Mal war es ein Block, mal ein Angriff, der die Spielerinnen jubeln ließ. Doch als am Ende die Nerven am Aufschlag flatterten, witterte Dresden die letzte Chance den Sack zu zu machen. 28:27 für Meiningen. Doch es half alles nichts. Dresden glich aus, zog vorbei und verwandelte den ersten Matchball zum 28:30. Zurück blieben enttäuschte Meiningerinnen. Doch diese Stimmung hielt nicht lange an, hatte man dem diesjährigen Vizemeister doch alles abverlangt. Fast hätte man ihnen die fünfte Saisonniederlage zugefügt und das wieder einmal nur mit einem „Minikader“. Klar sind 7 nicht verwandelte Satzbälle schmerzhaft, doch mit etwas Abstand betrachtet, sind sich Trainer und Spielerinnen einig, ein gutes Spiel abgeliefert zu haben.
Nun steht am Samstag das letzte Spiel und Sahnehäubchen der Saison bevor. Im Finale des Thüringenpokals treffen die Damen des VV 70 Meiningen um 18 Uhr auf die 1. Mannschaft des SWE Volleyteam, die als Vizemeister der 2. Bundesliga Süd zum Aufstieg in die 1. Bundesliga blasen. Um den favorisierten Goliath wenigstens ein wenig ärgern zu können, benötigen die „kleinen Meininger Davids“ ihre Heimspielathmosphäre. Alle Fans sind gerne im Erfurter Sportgymnasium gesehen.

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